Gut aufgelegte Spieler, ein sonniger Sonntagmittag und eine brechend volle Festhalle, was konnten sich die Verantwortlichen des Akkordeon-Orchesters „Oberes Donautal“ Mühlheim für ihren Unterhaltungsnachmittag am vergangenen Sonntag mehr wünschen. Alle drei Orchesterformationen sowie zwei Solisten und ein Duo erfreuten die Gäste mit niveauvoller Akkordeonmusik bei Kaffee und Kuchen. 

Bereits der Auftakt des Jugendorchesters mit der modernen Suite „Open Air“ nahm das Publikum begeistert auf. Als im Anschluss der achtjährige Steppke Tom Pfindel sein Solostück „Gopak“, mit dem er tags zuvor den zweiten Platz bei den Tuttlinger Stadtmeisterschaften errang, perfekt darbot, waren die Zuhörer völlig aus dem Häuschen. Da wollte das Jugendorchester natürlich nicht nachstehen und trug ihre Stücke „Banana Dance“, „Jungle Beat“, „Patnuel“ sowie „Pina Colada“ eindrucksvoll vor.

Nach einer kurzen Umbaupause trat die jüngste Orchesterformation gemeinsam mit dem Schülerchor der Lippachtalschule Mühlheim auf. Sie führten noch einmal die Stücke auf, die sie bereits eine Woche zuvor bei der „Klingenden Mainau“ zum Besten gaben. Darunter fünf Sätze aus „Filou und seine Freunde“ sowie vier Grundschullieder, welche die musikalische Leiterin Kornelia Zwick bearbeitete. 

Den dritten Teil des Konzertnachmittags bestritt das Erwachsenenorchester. Bereits beim ersten Stück, „Souvenir de Suisse“ zeigten die Spieler, dass sie ihr Instrument perfekt beherrschen. Sie spielten es genauso bravourös wie danach die Stücke „Misteriosa Venezia“, „Der einsame Hirte “, „The lions sleep tonigt“, „Rosanna“, „The very best of Les Humphries“, „Thank you for the Music“ und „Fascinating Drums“ sowie die Zugabe „Go west“. Zwischendurch zeigte sowohl Ida Rudolf mit dem Stück „Variationen über ein russisches Volkslied“ als auch das Duo Andrea Rudolf und Petra Riedinger mit dem 2. Satz aus der „Tango-Triade“, dass sie technisch und musikalisch höchsten Ansprüchen genügen und nicht umsonst bei den Tuttlinger Stadtmeisterschaften die Bestnote „hervorragend“ zugeteilt bekamen.

Tom Pfindel

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