AKKORDEONISTEN FÜHREN MUSIKALISCH DURCH EUROPA

Unter dem Motto „Musik aus Europa“ beging das Akkordeon-Orchester „Oberes Donautal“ Mühlheim sein diesjähriges Jahreskonzert. Vorsitzender Ottmar Zwick konnte in der voll besetzten Festhalle neben den zahlreich erschienenen Zuhörern auch einige Ehrengäste begrüßen.

Auf dem Programm standen konzertante Stücke aus insgesamt 13 verschiedenen europäischen Ländern. Den Auftakt machte das „Ziehörgele“, mit „Willkommen in Europa“, einer Komposition von Jacob de Haan, in der die Länder Portugal, Bosnien, Herzogewina, Polen, Griechenland und England beschrieben werden. Es war ein Genuss mit anzusehen, wie die jüngsten des Vereins mit großer Begeisterung, aber auch mit dem notwendigen Ernst die fünf Sätze dieses Stücks darboten und dabei dem Taktstock ihrer Dirigentin Kornelia Zwick exakt folgten.

Das Jugendorchester begeisterte das Publikum mit den drei Stücken „Serbische Tänze“ bearbeitet von Kurt Gelück, „Amazing Graze“, bearbeitet von Georg Schwenk und „Three Ukrainian Songs“, bearbeitet von Hotze Jelsma. Sie bekamen dafür ebenso lang anhaltenden Beifall, wie das darauf folgende Akkordeon-Ensemble für deren Vortrag des Stücks „Antike Ungarische Tänze“ von Ferenc Farkas. Dieses Ensemble, das von Rebekka Zwick geleitet wird, wurde aus sehr erfahrenen Akkordeonspielerinnen zusammengestellt. Es beteiligte sich im Frühjahr bei den Bezirkswertungsspielen in der Höchststufe und erreichte die Bestnote „hervorragend“.

Fulminant begann nach der Pause das Programm des 1. Orchesters. Gleich das erste Stück, die „Kinderspiele von Ascoli“ von Wolfgang Jacobi, verlangte sowohl von der Dirigentin als auch von den Spielerinnen und Spielern ein hohes Maß an musikalischem Einfühlungsvermögen und technischer Perfektion. Aber auch bei dem Stück „L’Arlesienne“, einer Suite von Georges Bizet in einer Bearbeitung von Curt Herold konnten die Spielerinnen und Spieler ihr überdurchschnittliches Können unter Beweis stellen. 

Ein weiterer Höhepunkt bildete das Marimba-Ensemble der Musikschule Tuttlingen unter der Leitung von Michael Lang. Mit den beiden Stücken „Flug der Kraniche“ und „Sienna“, beide komponiert von Michael Lang, bewiesen die acht jugendlichen Marimbaspieler und -spielerinnen ihre Virtuosität und Extraklasse. Das Publikum honorierte ihr Intermezzo mit begeistertem Applaus.

Den Schluss bestritt erneut das 1. Orchester mit den beiden Stücken „Rhapsodia Andalusia“ von Adolf Götz und „Variationen über ein russisches Volkslied“ von Rudolf Würthner, bei dem Rebekka Zwick als Solistin ein weiteres Mal ihr Ausnahmetalent unter Beweis stellte.

Mit der Zugabe „Ungarischer Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms, die von den Zuhörern durch lang anhaltenden Applaus erzwungen wurde, beendeten schließlich die Akkordeonisten einen einzigartigen Konzertabend.

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